Mittwoch, 31. Januar 2007

Fazit

Dieser Weblog lief im Rahmen der Lehrveranstaltung "Informatik und Medien in der Geschichtswissenschaft" an der Universität Wien.
Die Beschäftigung mit der Thematik hat mir ein breites Spektrum an Wissensgut eröffnet, wofür ich sehr dankbar bin. Vor dieser Veranstaltung hatte ich absolut keine Ahnung von historischen Portalen im Netz, geschweige denn davon, dass diese auch tatsächlich für das Arbeiten hilfreich sein könnten.

Ich kenne nun einige Anlaufstellen im Netz für denn Fall, dass ich schnell Hilfe brauche, um mich in ein Thema einzulesen, oder gar greifbares wissenschaftliches Material brauche.
Trotzallem bleibe ich ein wenig skeptisch.
Noch ist mir das ganze Online-Studium etwas fremd, doch es ist verblüffend zu sehen wie viele Möglichkeiten es im Netz gibt, und dass diese tatsächlich genutzt werden. Das Beispiel das wir im Kurs hatten, pastperfect, führt einem vor Augen, dass es mittlerweile einige Historiker gibt, die sich aktiv im Netz betätigen.
Für die Zukunft wäre es durchaus sinnvoll sich auf diese Entwicklungen einzustellen.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei unserem Kursleiter Professor Schmale, sowie den beiden Tutoren bedanken. Der Kurs war angenehm erfrischend, und durch die ständige Rückmeldung kann man bestimmt einiges weiterbringen.
Wie bereits einige Kollegen in den Präsenzsitzungen erwähnt haben, ist es sehr schade, dass der Austausch untereinander nicht funktionniert hat. Das liegt wahrscheinlich an der allgemeinen Arbeitsüberforderung. Ich war da selbst ja besonders schreibfaul.

Alles in allem war das bloggen mal eine interessante und neue Erfahrung, über die ich mich eigenständig bestimmt nicht getraut hätte.

Freundliche Grüße und ciao
Cora

Dienstag, 23. Januar 2007

Geschichte Online

Der heutige Beitrag behandelt das Portal „Geschichte Online“.
Geschichte Online bietet vier Module an: Wissenschaftliches Arbeiten, Literatur- und Informationsrecherche, Geschichtsdidaktik und Hypertextcreator.

Im ersten Modul, Wissenschaftliches Arbeiten, lernt man das Herangehen an eine wissenschaftliche Arbeit. Es werden verschiedene Textarten vorgestellt, aber auch Tipps zur Auswertung wissenschaftlicher Texte gegeben. Weiters lernt man den Umgang mit Datenbanken, korrekte Zitierweise und das Lesen von Kurrentschrift kennen.

Literatur- und Informationsrecherche. Dieses Modul soll den Umgang mit Bibliotheken, sowie Datenbanken näher bringen. Es beschäftigt sich aber auch mit der Möglichkeit Literatur aus dem Internet zu beziehen.

Geschichtsdidaktik. Hier kann man sich mit der Planung seines Studiums auseinandersetzen. Es werden Möglichkeiten geboten Lehrveranstaltungen und Projekte, aber auch sein Semester übersichtlich zu gestalten. Die so genannte „Planungsmatrix“ unterstützt die Erstellung seiner Pläne. Ein Submodul der Geschichtsdidaktik ist die Mediendidaktik. Hier kann man sich mit historischen Nachrichtenmedien auseinandersetzen und diese zu analysieren lernen.

Der Hypertextcreator führt einen in die Möglichkeiten des Medium Internet zur Veröffentlichung von wissenschaftlichen Beiträgen ein. Er fördert die Teamarbeit und, ganz besonders wichtig, es wird viel Augenmerk auf Zusammenhänge gelegt. Es geht vor allem darum ein Netzwerk zu kreieren und seinen Beitrag integrieren zu lernen.
Der Hypertextcreator folgt dem Prinzip eines „delinearisierten Netzwerks“. Es gibt drei Masken, die miteinander interagieren.
1.die Datenbank-Administration, in der Inhalte abgelegt und miteinander verknüpft werden.
2.Inhalte werden strukturiert.
3.die Erscheinungsform auf der Website.
Es wird auch möglich gemacht Bildmaterial einzuarbeiten.
Ein ganz besonderer Vorteil ist, dass keine Programmierkenntnisse von Nöten sind.


Die Module beschränken sich nicht darauf Methoden vorzustellen, sondern fördern vor allem das praktische Auseinandersetzen mit der Thematik anhand von Übungsbeispielen.
Um die Module völlig durcharbeiten zu können wird allerdings Flash vorausgesetzt. Es gibt zwar auch die Möglichkeit Lerneinheiten als PDF herunter zu laden, die Übungsbeispiele sind darin aber nicht enthalten.

Ich habe mich verstärkt mit dem Menüpunkt „Zitat, Zitierregeln, Anmerkungen“ des Moduls Wissenschaftliches Arbeiten auseinandergesetzt.
Unschwer zu erkennen, dass man hier in das Zitieren eingeführt wird. Es werden verschiedene Zitierweisen vorgestellt: Die amerikanische Form, aber auch solche die mit Fuß- beziehungsweise Endnoten arbeiten.
Neben praktischer Anwendung wird auch die Notwendigkeit von Quellenverweisen geklärt.

Interessant ist aber auch das große Kapitel über Plagiate. Dieser Punkt setzt sich mit historischen Plagiaten auseinander und den verschiedenen Formen in diversen Künsten (z.B. Malerei, Poesie und Musik). Aber es wird auch auf die Plagiatgefahr in Schulen hingewiesen. Einen besonderen Abschreckungseffekt hat die Auseinandersetzung mit Methoden zur Plagiatsaufdeckung.

Thematisiert wird auch das Zitieren aus dem Internet. Besonders hingewiesen wird dabei auf die Notwendigkeit der sorgfältigen Prüfung seiner Quellen.

Die Thematik wird ausführlich behandelt und ist so aufbereitet, dass auch Einsteiger allem leicht folgen können. Etwas verwundert hat mich, dass der Link zu den Zitierregeln des Instituts für Geschichte an der Universität Wien nicht ganz korrekt sein kann, da dieser nicht die neue, aktuelle Zitierweise wiedergibt. (Institut für Geschichte an der Universität Wien)

Im Großen und Ganzen ist das Portal Geschichte Online durchaus weiterzuempfehlen. Ich selbst werde mich wohl in absehbarer Zeit noch mal genauer mit dem Modul Geschichtsdidaktik auseinandersetzen, da ich hoffe diesem einiges abgewinnen zu können.

Dienstag, 16. Januar 2007

Geschichte im Netz – Praxis, Chancen, Visionen

Unter dem Titel „Geschichte im Netz – Praxis, Chancen, Visionen“ stellt Wolfgang Schmale Ergebnisse des Kongresses .hist 2006 vor.
Das Eintreten der Geschichtswissenschaft in das neue Medium Internet, stellt für Schmale einen entscheidenden Schritt dar. Er erörtert in seinem Text die Potentiale des Netzes und versucht sich dessen wachsende Bedeutung für die Zukunft auszumalen.

Schmale bedauert die noch zurückhaltende Nutzung des Internets für die geschichtswissenschaftliche Forschung. Vieles, das im Netz zu finden ist, entspricht keinen wissenschaftlichen Standards und ist in den meisten Fällen unbrauchbar.
Über das Internet abrufbar sind gegenwärtig Primär-Quellen, Sekundärquellen, Datenbanken, Online-Kataloge, E-Learning und ähnliches.
Momentan befinden wir uns in einer Art Übergang. Sowohl alte als auch neue Medien sind nicht wegzudenken aus der Wissenschaft und beeinflussen sich gegenseitig. Alte Medien sind zwar immer noch absolut essentiell, sie sollten allerdings verändert bzw. erneuert werden.

Hinsichtlich der traditionellen Medien kann man aus dem Web lernen.
Der große Vorteil des neuen Mediums ist die endlose Vernetzung. Dieses Prinzip kann, in eingeschränkter Form, auch für Printmedien sinnvoll genutzt werden.
Bezüglich des Netzes herrscht die Auffassung, Inhalte sollten möglichst kurz und prägnant wiedergegeben werden. Diese medienadäquate Aufbereitung ist notwendig aufgrund des Leseverhaltens der Benutzer. Gleichzeitig muss auf sinnvolle Verlinkung geachtet werden. Inhalte werden mit anderen verbunden um sich ein größeres Bild machen zu können. Schmale spricht von der „Fluidität“ der Inhalte und wertet diese, oft negativ besetzte Eigenschaft, als überaus positiv.


Unter dem Punkt „CHANCEN“ beschreibt der Autor den Wandel der Geschichtswissenschaft. Er unterteilt dabei in sechs Beobachtungen:

1. Die Beschleunigung der Kommunikation
Obwohl die aus dem Netzt zu holenden Informationen oft nicht allzu verlässlich sind, tut sich auch in diesem Bereich enorm viel.
Wichtig ist trotzdem eine gewisse E-Medienkompetenz zu entwickeln um brauchbare Quellen aus der Masse zu filtern.
Bei weiterem Ausbau des Internet wird früher oder später dem Internet die größere Bedeutung eingeräumt werden. Forschung wird vorwiegend im Internet stattfinden, die Printmedien sich zu historischen Primärquellen entwickeln. Wann diese Wandlung passieren wird bleibt abzuwarten.

2. Bedeutung der Forschung
Forschung passiert im Internet anders als die ursprüngliche, mit alten Medien arbeitende. Der Grund dafür ist die Offenheit des Web. Es ist weniger kontrollierbar wie und von wem wissenschaftliche Informationen verwendet werden, das eröffnet aber ebenso neue Forschungsthemen.
Über uns schwebt allerdings bereits die Gefahr, dass die Wissenschaft sich erneut vom allgemein zugänglichen Wissen abgrenzt. Kontrolle und Kostenfragen sind ebenfalls im Netz denkbar, auch wenn das die neu gebotenen Möglichkeiten wieder unterdrückt.

3. Multimedialität
Unabdingbar für das Arbeiten im Netz ist das Miteinbeziehen verschiedenartiger Quellentypen. Bildquellen, Filme und ebenso Tonquellen.

4. Interdisziplinarität wird von der Wissenschaft zwar gefördert, setzt sich aber noch nicht vollends durch. Für den beruflichen Erfolg wird sie von immer größerer Wichtigkeit, je mehr das Internet an Bedeutung gewinnt.

5. E-Learning
Von Universitäten wird vor allem auch das so genannte „blended learning“ gefördert, das sowohl Online- als auch Präsenz-Lehre beinhaltet. Diese Lernart fördert die Selbständigkeit und Verantwortung der Studierenden. Darüber hinaus wird die strenge Grenze zwischen Wissenschaft und Alltag etwas aufgeweicht.
Schmale sieht bei geschützten Lernplattformen die Problematik, die Wissenschaft wiederum von der Öffentlichkeit abzugrenzen und bevorzugt daher die Internetgestützte Lehre (IGL).

6. Die Geschichtswissenschaft im Internet wandelt sich zu einem Kollektiv-Projekt, das Individuum wird zusehends geschwächt. Technisch betrachtet verändert sich der Aufbau von Websites zum Vorteil von Gruppenarbeiten (CMS-Software).


VISIONEN

Der Autor vergleicht den Übergang zum Internet mit anderen historisch wichtigen Übergängen. So stellt er ihn in Zusammenhang mit dem Übergang zur Schriftlichkeit und dem zum Buchdruck.
Während dieser Übergang zum Internet meist am Jahr 1991 festgemacht wird, plädiert der Autor für 1995, den Zeitpunkt zu dem auch der Vatikan seine erste Website veröffentlichte und das Internet zu florieren begann.
Schmale sieht in der Medienrevolution auch einen bedeutenden kulturellen Wandel. Gebundenheiten lösen sich auf, sie werden zu nur noch relativen Loyalitäten. Dies muss allerdings nicht negativ sein. Statt dessen kommt es zu einer erhöhten Fluidität, und dadurch können neue, bisher nicht beachtete Zusammenhänge erkannt werden.



Im Laufe dieses M4-Kurses wurden mir viele neue Sichtweisen bezüglich der Möglichkeiten im Internet eröffnet. Sich im Web tatsächlich zurechtzufinden war für mich praktisch unmöglich. Das wird sich nach einem Semester bestimmt nicht völlig ändern, aber mir wurden einige Grundlagen und hilfreiche Tipps mitgegeben. Ohne diesen Kurs hätte ich nie verstehen können wie man das Internet tatsächlich als Grundelement wissenschaftlicher Forschung verwenden könnte. Fachportale wie Clio-online, historicum.net und ähnliches haben mir da hinsichtlich die Augen geöffnet. Dennoch bleibt eine Skepsis in mir bestehen. Darüber hinaus genieße ich den Umgang mit Printmedien und das Stöbern in Archiven. Das Internet ist für mich derzeit noch höchstens zweitrangig.
Allerdings muss ich zugestehen, dass die freizugängliche Veröffentlichung wissenschaftlicher Texte durchaus Sinn macht. Arbeiten werden nicht mehr bloß für ein ganz bestimmtes Zielpublikum geschrieben, sie sollten jeden, der Interesse zeigt, ebenso ansprechen können. Auch die medienadäquate Aufbereitung, die bildschirmgerechte Kürze und Prägnanz kommt mir sehr entgegen.
Das Fördern von Gruppenprojekten ist für mich ein weiterer Pluspunkt. Auch wenn bei Publikationen durchaus ein wissenschaftlicher Diskurs vorherrschen kann, haben Gruppenarbeiten den immensen Vorteil, ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten zu können.
All das spricht sehr für den Bedeutungsanstieg des Internet. Ich hoffe sehr, dass in Zukunft noch viel mehr in diesem Bereich geschieht, und dass mir diese Erneuerungen nicht vorenthalten werden.

Dienstag, 5. Dezember 2006

Hypertexte

Quelle: Gasteiner, Martin/Krameritsch, Jakob: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.) Schreib-Guide Geschichte, 2.Aufl., Wien 2006 (UTB), S.243-271.

Heute stelle ich, wie vor einigen Wochen, einen Beitrag aus dem Schreib-Guide Geschichte vor. Die behandelten Kapitel beschäftigen sich mit der Möglichkeit des Hypertexten und geben eine Einführung in eben dieses Gebiet.
Ein Hypertext beruht auf dem Prinzip der Vernetzung, sowohl der gedanklichen, als auch der funktionellen durch Verweise/Links. Ein solches Netzwerk dient der Entdeckung neuer Zusammenhänge und gedanklicher Ansätze.
Die Autoren weisen mit Beispielen älterer, netzwerkartiger Medien auf diese Konzept des Hypertexten hin, um dem Leser die Chance zu geben sich darauf ohne die Wirren der virtuellen Welt einlassen zu können. Sie versuchen es klar ersichtlich darzustellen, indem sie den Bogen vom Medium Buch bis hin zum WorldWideWeb spannen.

So gibt es Monosequenzierte Texte, die darauf ausgerichtet sind vom Anfang bis zum Ende gelesen zu werden. Ein Einstieg an beliebiger Stelle ist nicht vorgesehen und demnach nicht sinnvoll.

Mehrfachsequenzierte Texte lassen sich schon eher auf ein Querlesen ein. Bei solchen Texten gibt es verschiedene Lesewege, die je nach bereits angeeignetem Wissen oder Interesse variieren können. Sie sind darauf ausgerichtet auch quer einsteigende Leser ohne Sinnverlust mit Informationen zu versorgen. Ein Beispiel dazu wären wissenschaftliche Handbücher.

Die letzte Stufe ist die der Unsequenzierten Texte. Hier kann der Einstieg frei gewählt sein, Verständnisverlust sollte dabei aber nicht auftreten. Der Leseweg richtet sich nach den Interessen des Lesers. Wichtig hierfür sind genügend, und vor allem gut durchdachte Verweise.

Der Computer stellt das ideale Medium für diese Textart dar. Die Vernetzung ist durch Links überaus bequem, da das Blättern vermieden wird. Die Länge der Beiträge sollte dem Netzwerk angepasst werden. Da sie dazu gedacht sind am Bildschirm gelesen zu werden, sind mehr als 2.500 Zeichen wohl nicht sinnvoll.
Es gibt keine fixe Reihenfolge der "informationellen Einheiten", wie die Texte beim Hypertext genannt werden.

Um nun eine sinngemäße Vernetzung zu gewährleisten, ist es notwendig Links richtig zu setzen. Die Beiträge erhalten erst durch diese Vernetzung ihre gesamte Bedeutung. Für den Hypertext stehen so genannte typisierte Links zur Verfügung. Diese Links werden oft mit einem "Attribut" versehen, die den Aspekt angeben, über den die Bausteine miteinander verknüpft sind. Typisierte Links zeigen nicht nur einen einzelnen Verweis an, sie geben vielmehr eine Auswahl an Verweisen, anhand deren man sich je nach Interesse im Hypertext weiterbewegen kann.
Als Beispiel für einen Hypertext wird die Schreibwerkstatt pastperfect.at angeführt. Über diese habe ich bereits letzte Woche berichtet und beschränke mich daher auf Schlussfolgerungen für Hypertextprojekte allgemein.
Die Autoren beschreiben die Organisation des Projekts. Es ist in Bereiche für bestimmte MitarbeiterInnen gegliedert, die dafür dann verantwortlich sind. Aus der Beschreibung geht hervor wie besonders wichtig die Zusammenarbeit bei einem derartigen Projekt ist. Die Texte müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass die Beiträge quasi ineinander übergehen. Ein unentwegter Austauschprozess ist unbedingt von Nöten.
Als zweites Beispiel bringen die Autoren die Wiki-Projekte. Das wohl bekannteste davon, Wikipedia, überzeugt mit seiner Größe und Aktualität. Die Einträge können von jedem ins Netz gestellt werden und haben auch eine zugeordnete Diskussionsplattform. Wikis basieren auf dem Hypertextcreator, einem Content Management System (CMS). (Unterstützung und Vernetzung von informationellen Einheiten) Der Hypertextcreator ermöglicht es Inhalte so aufzuarbeiten, dass die Möglichkeit, welche das Internet bietet, genutzt werden können. Auch hier ist es absolut notwendig über das Verfassen von Texten hinauszugehen. Ohne eine sinnvolle Vernetzung nutzt der Beitrag nicht viel. Es ist möglich seinen Text mit zugeordneten Attributen zu verknüpfen, die Pfade zu verwandten Themen werden dann automatisch gezogen.

Wie bereits beim anderen, von mir bearbeiteten Beitrag aus dem Schreib-Guide Geschichte, ist auch dieser gut durchdacht und einfach aufbereitet. Laien wird die Chance geboten sich mit, zumindest für mich, komplizierten Vorgängen bzw. Programmen im Internet auseinander zu setzen. Anhand von allgemein bekannten Dingen wird die neue Thematik so erklärt, dass sie relativ einfach zu verstehen ist.

Dienstag, 28. November 2006

Analyse von "pastperfect"

Das Projekt "pastperfect" wurde in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien, sowie Van Gogh TV entwickelt und von Jakob Krameritsch, Susanne Schuda und Florian Schmeiser initiiert. Es besteht aus einem Netzwerk von WissenschaftlerInnen, MediendesignerInnen und ProgrammiererInnen und läuft auf der Basis von "Hypertext". Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr.Wolfgang Schmale, verantwortlich für die Redaktion ist Josef Köstlbauer.
Die Website beschäftigt sich mit der Geschichte Europas zwischen 1492 und 1558. Über 60 AutorInnen erörtern in über 700 Beiträgen einzelne Gesichtspunkte dieser Periode. Dem Besucher werden zwei Optionen geboten: Eine Textversion und eine Flashversion. Die Textversion ist sehr einfach aufgebaut und wirkt auf mich wie eine Ersatzseite, sollte ein Computer kein Flash installiert haben. In meiner Analyse werde ich mich deshalb auf die Flashversion konzentrieren.
Die Flashversion bietet eine medienadäquate Aufbereitung der Thematik. Hintergrund bildet eine schematische Landkarte Europas und Nordafrikas. Rechts befindet sich ein Zeitrad, am linken Rand eine Navigationsleiste, auf beides gehe ich etwas später ein.

pastperfect

Die einzelnen Beiträge zu historischen Ereignissen sind in 19 Kategorien geordnet. (unter anderem Alltag, Gesellschaft, Religion und Wissenschaft)

Navigation
Um sich über die Seite zu bewegen gibt es verschiedene Möglichkeiten. zeitrad2 Auf dem vorhin erwähnten Zeitrad kann man die gewünschte Jahreszahl einstellen. Entweder gibt man die Jahreszahl per Tastatur ein, oder man benützt die Pfeile am Rad.
Je nach Jahr erscheinen Items auf der Landkarte, die man schiffanklicken muss um zu den einzelnen Beiträgen zu gelangen. Gibt es in dem eingestellten Jahr auch Artikel zu Ereignissen außerhalb Europas erscheint ein Schiff, über das man zu einer gesamten Weltkarte gelangt, die nach Vorstellungen der damaliger Zeit gezeichnet ist.
Es ist aber auch möglich eine Kategorie der Ereignisse auszuwählen (direkt über den Artikeln). Einige Themenfelder sind auch unter dem Punkt Ereignisse bereits aufgelistet. Je nachdem bei welcher Thematik man sich gerade befindet, ändert sich die Auflistung.
Ein Beispiel: Wähl man etwa das Jahr 1494, so erscheinen verschiedene Icons bei bestimmten Orten auf der Landkarte. Bei Tordesillas erscheint ein Verweis zum Artikel "Der Vertrag von Tordesillas". Die Kategorieleiste wechselt zu den Punkten "Entdeckungen" und "Politik". In der Menüleiste erscheinen Verweise zu dazu passenden Beiträgen. Links unten erscheinen zwei neue Punkte: Biographie (Christoph Kolumbus, Papst Alexander VI.) und Glossar (z.B. Längen- und Breitengrad).

Wählt man den Menüpunkt "Kontexte" verschwinden Landkarte und Zeitrad, an derselben Stelle erscheinen verschiedene Themenbereiche (z.B. Die Osmanen, Kunst, Judentum, Wien und Krieg). Nach dem Zufallsprinzip wird eine Kategorie vom Computer ausgewählt. Anders als bei den Ereignissen wird hier ein Überblick zu Themenschwerpunkten gegeben.


Der Menüpunkt Reflexion behandelt Thematiken anhand von Schriften und Literatur und verfolgt ihre Spuren durch die Jahrhunderte. Die Navigation ist meiner Meinung nach etwas schwieriger.

rezeption

Unter dem Menüpunkt Reflexion haben die MitarbeiterInnen bzw. AutorInnen des Projekts einen Platz für ihre Gedanken zum Projekt pastperfect, sowie zum Medium Internet allgemein.

Die Website hat ein aussagekräftiges Impressum in dem alle Verantwortlichen sowie AutorInnen aufgelistet sind. Auf Literatur wird in einem eigenen Punkt verwiesen. Allerdings nur allgemein zu einzelnen Kategorien.
Das Potential des Internets wurde auf vielfältige Weise genutzt. Die Idee eine Internetseite auf Basis von Flash zu gestalten war hier überaus erfolgreich.
Als besonders vorteilhaft empfinde ich, dass bei der Wahl eines Artikels in der Menüleiste immer dem Thema verwandte Artikel aufscheinen. Das macht das Ganze irgendwie beweglich und hilft dem Besucher beim Durchstöbern der Thematik ein breites Sichtfeld zu gewinnen. Man wird automatisch auf verschiedene Ansätze aufmerksam gemacht.

Für mich persönlich steht fest, sollte ich mich das nächste Mal mit Europa zwischen 1492 und 1558 beschäftigen, steht diese Website auf dem Pflichtprogramm.

Dienstag, 21. November 2006

Analyse des Fachportals historicum.net

Diesmal habe ich mich bei "historicum.net" umgesehen.
Aufbauend auf dem "Server Frühe Neuzeit" (sfn), existiert seit 2004 der Verein "historicum.net - Geschichtswissenschaften im Internet e.V."
Die Website ist, ähnlich wie Clio-online(vgl. Beitrag vom 14.11.06), für die Recherche in geschichtswissenschaftlichen Themenbereichen gedacht. Der Unterschied liegt in der Spezialisierung auf die Neuzeit.
Die Verantwortlichen der Seite sind Prof. Dr. Gudrun Gersmann und Prof. Dr. Hubertus Kohle. Das Projekt ist an die Universität zu Köln angebunden, gefördert wird es unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Es gibt drei "Schwesterprojekte": sehepunkte, zeitenblicke und seit neuestem auch lesepunkte.

Die Startseite vermittelt dem Besucher einen guten Überblick über das inhaltliche Angebot. Die thematischen Schwerpunkte sind auf den ersten Blick erkennbar. Wie auch bei Clio-online werden Neueinträge auf der Startseite verzeichnet, was vor allem Langzeit-Usern zugute kommt.

Es gibt vier große Rubriken, in die das Fachportal gegliedert ist:

Themen:
Die epochen- und themenspezifischen Bereiche sind wiederum in Unterkategorien gegliedert. Neben den einzelnen Beiträgen gibt es je nach Thema eine Zeitleiste, Bibliographie, Verweise zu Institutionen, Biographie und Bildergalerie. Besonders die Zeitleiste stellt einen Vorteil gegenüber anderen Websites dar.

Länder:
Es sind ausschließlich europäische Länder aufgelistet, der Schwerpunkt liegt dabei auf Osteuropa. Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sind in eigenen Fachportalen auf historicum.net vertreten. Bei der Suche nach osteuropäischen Staaten wird man zum Herder-Institut, Marburg weitergeleitet.

Recherche:
historicum.net verweist auf eine (zum Teil willkürliche) Auswahl an Informationsressourcen im Internet. (kein Anspruch auf Vollständigkeit!)
Es sind unter anderem hilfreiche Institutionen, Möglichkeiten zur Online-Recherche, Fachzeitschriften und Fachportale angegeben die per Link zu erreichen sind.

Lehren & Lernen:
Dieser Punkt ist wahrscheinlich besonders interessant für Studenten. Er gibt einen Überblick über wissenschaftliches Arbeiten und Tipps zur Nutzung von Archiven, Computern und dem Internet.

Fazit
Die Website ist übersichtlich aufgebaut und farblich angenehm gestaltet. Sie hält einem wissenschaftlichen Anspruch stand.
Am Ende der thematischen Beiträge stehen Hinweise zur Zitierweise und sogar das Erstellungsdatum, sowie das der letzten Änderung. Zum Teil sind verwendete Quellen in digitalisierter Form abrufbar.
Was historicum.net allerdings fehlt ist die Möglichkeit einer Sprachenwahl. Zumindest Englisch sollte meiner Meinung nach vertreten sein.
Durch die Spezialisierung von historicum.net sind die verfügbaren Themenbereiche besonders gut aufbereitet und für eine Recherche überaus hilfreich.

Dienstag, 14. November 2006

Clio-online

Diese Woche geht es in meinem Aufsatz um das Fachportal "Clio-online". Clio-online wurde speziell für die Geschichtswissenschaften im deutschsprachigen Raum entwickelt und stellt einen guten Einstiegspunkt für die Recherche in diesem Themenbereich dar.
Das Projekt ist an die Humboldt-Universität Berlin angebunden, geleitet wird es von Dr. Wilfried Nippel und Dr. Rüdiger Hohls. Clio-online wird seit März 2002 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Die wesentlichen Funktionen:

Rezensionen. Gesucht werden kann nach historischen Rezensionen. Berücksichtigt werden ausschließlich diese, die online ohne Zugangsbeschränkungen im Volltext abrufbar sind. Direkt beim Eingabefeld der Suchfunktion wird erklärt nach welchen Kriterien die gesuchten Begriffe einzugeben sind. Speziellere Informationen kann man unter dem Punkt "Hilfe" abrufen.

Web-Verzeichnis. Unter den Rubriken
Forschung, Institutionen, Kataloge, Materialien, Nachschlagewerke und Portale
werden die wissenschaftlichen Angebote zur Geschichte aufgelistet.

Institutionen. Unter diesem Punkt findet man die wichtigsten Archive, Bibliotheken, Museen, Institute, und ähnliches.

ForscherInnen. Clio-online macht es HistorikerInnen auch möglich ihre Forschungsschwerpunkte, Publikationen, Projekte und akademische Vita in diesem Portal zu veröffentlichen. Dadurch ergibt sich ein fachwissenschaftlicher Informationsaustausch bzw. ein Netzwerk.

Guides. Durch Überblicksartikel wird Basiswissen geboten über die elektronischen Medien, Ressourcen und Werkzeuge der historischen Forschung.
Es wird unterteilt in:
Übergreifende Guides - Nutzung von Hilfsmitteln im Internet
Regionale Guides - Tipps zur Recherche in bestimmten Regionen
Thematische Guides - Tipps zur Recherche in Teildiziplinen

Chancen. Hier findet man eine Sammlung von Angeboten in den Bereichen: Stellen, Stipendien, Praktika und Weiterbildung (vor allem auf Deutschland ausgerichtet)

Suche. Mit der Volltextsuche werden alle Verzeichnisse und Websites von Clio-online durchsucht. Seit neuem auch mit Clio-online verlinkte PDF-Dokumente.
Über die Metasuche werden sogar verschiedene externe Fachdatenbanken parallel durchsucht.

Es besteht auch die Möglichkeit sich ein Benutzerkonto einzurichten, das ist aber keine Voraussetzung für die Benutzung von Clio-online. Es verschafft einem lediglich Zugang zu Mailinglisten, dem Newsletter und dem ForscherInnenverzeichnis.

Clio-online ist mit etlichen anderen wissenschaftlichen Fachportalen vernetzt (z.B. H-Soz-u-Kult, Zeitgeschichte-online), darüber hinaus hat es auch Themenportale. (z.B. Europäische Geschichte, Erster Weltkrieg)
Aktuelle Beiträge sind auf der ersten Seite verzeichnet, das spart Langzeit-Usern viel Zeit und hält sie auf dem Laufenden.

Trotz der Vielfalt an angebotenen Informationen findet man sich bei Clio-online schnell zurecht. Das Ordungssystem ist nicht nur sehr übersichtlich, es macht es auch einfach zwischen verschiedenen Bereichen hin und her zu wechseln.
Das Design ist schlicht gehalten. Es dominieren verschiedene Grautöne und ein dumpfes Rot, dennoch wirkt die Seite ästhetisch.

Dienstag, 7. November 2006

Analyse der Website "Europaquellen"

Die Aufgabe dieser Woche war es die Website „Europaquellen“ ( http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen , 6.11.2006) auf ihre Wissenschaftlichkeit zu prüfen.
Als Hilfestellung dafür stand mir ein Ausschnitt des Artikels von Henry J. Steffens, Mary Jane Dickerson und Wolfgang Schmale: „Kurze wissenschaftliche Arbeiten schreiben“ zur Verfügung.
(Steffens, Henry J./Dickerson, Mary Jane/Schmale, Wolfgang: Kurze wissenschaftliche Arbeiten schreiben, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2. Aufl., Wien 2006 (UTB), S. 96 - 99.)
Ich möchte vorweg nehmen, dass ich keinerlei Vorwissen in der Gestaltung von Websites habe. Daher kann ich abgesehen von oben genanntem Artikel bloß meine laienhafte Erfahrung mit dem WorldWideWeb anwenden.

„Europaquellen“ ist ein Forschungsprojekt, das 2001 unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schmale ins Leben gerufen wurde. Auftrag ist das Systematisieren von Schriften, die sich mit dem Europabegriff und Europavorstellungen des 17. Jahrhunderts auseinandersetzen.

Die Startseite ist recht übersichtlich gestaltet, da noch nichts Näheres zur Website erklärt, sondern per Link auf einzelne Punkte verwiesen wird. Es werden gedeckte Farben verwendet, was ebenso zur Übersichtlichkeit beiträgt. Es sind aber auch auf den ersten Blick einige Informationen zur Organisation zu erkennen. Mitarbeiter und Leitung sind namentlich genannt, die Website ist an die Universität Wien angebunden, was durch den URL, aber auch das Logo der Internetgestützten Lehre zu erkennen ist. Es gibt auch unübersehbare Hinweise auf die Aktualität der Seite und die Förderung durch die Gerda Henkel Stiftung.
Die Projektbeschreibung wird gleich im ersten Punkt geklärt. Sie ist in fünf Sprachen abrufbar. Darin werden Motivation und Organisation kurz und prägnant umrissen. Etwas ausführlicher werden Herangehensweise und Themenbereiche behandelt. Durchaus positiv finde ich die Erklärungen zu Funktionsweisen der Website (z.B. Datenbanken).

In den Datenbanken ist es möglich nach verschiedenen Kategorien zu suchen, jeder Beitrag enthält eine Kurzbiographie des Autors (wenn bekannt), eine Beschreibung der Quelle und eine Definition von Europabegriff und -vorstellung des Autors. Ich finde die Datenbanken allerdings wenig benutzerfreundlich. Sie sind unübersichtlich und nicht ansprechend designt.

In der linken Seitenleiste gibt es weitere Verweise, zum Teil zu Datenbanken oder Websites zu einem vergleichbaren Thema. Unter dem Punkt „Mitarbeiter“ sind die AutorInnen aufgelistet, was es möglich macht nähere Informationen zu jedem einzelnen abzurufen und nachzuprüfen ob diese aus dem wissenschaftlichen Feld kommen.

Im Großen und Ganzen ist die Website „Europaquellen“ gut durchdacht. Sowohl Farb- als auch Schriftgestaltung sind gut gewählt. Sie ist dem Internet gut angepasst, da alles gut sortiert ist um langes Suchen zu vermeiden. Man hätte auf der Startseite allerdings eine andere Aufteilung wählen können um alle Punkte auf einen Blick zu erfassen und das Scrollen zu vermeiden.
Die angegebenen Links führen zu anderen wissenschaftlichen Websites, die sich mit diesem, oder einem ähnlichen Thema beschäftigen. Verwendete Fachtermini sind per Link abrufbar. Es existiert ein eigens angelegtes Feedback Formular auf das gleich auf der Startseite groß verwiesen wird. Das vermittelt das Gefühl Feedback sei erwünscht.
Leider gibt es keine Druckfunktion und was mich besonders stört ist das Pop-Up, das bei jedem Neuladen der Seite erneut auftaucht. Auch wenn dieses Pop-Up bloß das dazugehörige Buch zum Forschungsprojekt anpreist, stört das ständige Auftauchen. Vielleicht könnte man ja einen Platz direkt auf der Startseite einräumen um für wichtige Literatur zu werben.
Soweit ich erkennen konnte wurde die Seite noch nicht rezensiert. (nachgeprüft auf http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezwww am 6.11.2006)

Impressum

Cora Fischl
A-1140 Wien

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Analyse von "pastperfect"
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Diesmal habe ich mich bei "historicum.net" umgesehen. Aufbauend...
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Analyse der Website "Europaquellen"
Die Aufgabe dieser Woche war es die Website „Europaquellen“...
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